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ATP

Zverev startet in Peking souverän – droht das Duell mit Djokovic?

Topgesetzt und ohne Sinner im Feld: Alexander Zverev schlägt Cameron Norrie mit 15 Assen. Im Viertelfinale könnte Novak Djokovic warten, der in Peking noch nie verloren hat.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: si. robi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Zwei Tage nach der Ankunft aus Europa stand Alexander Zverev bereits auf dem Platz und lieferte. Der Weltranglistenzweite gewann sein Auftaktmatch bei den China Open in Peking am Donnerstag mit 7:6 (7:1), 6:4 gegen den Briten Cameron Norrie. Der Hamburger ist beim ATP-500-Turnier an Position eins gesetzt, weil Titelverteidiger Jannik Sinner fehlt.

15 Asse und die Überraschung über sich selbst

Zverev schlug 15 Asse und war in beiden entscheidenden Phasen der Partie vorn. Den ersten Satz holte er im Tiebreak, im zweiten reichte ihm ein einziges Break zum 6:4 im zehnten Spiel. Nach 1:39 Stunden war das Match vorbei. Gegen Norrie war es Zverevs neunter Sieg in Folge und bereits der dritte in dieser Saison, nach den Duellen bei den Australian Open im Januar und im August.

"Ich bin wirklich überrascht und sehr glücklich darüber, wie ich gespielt habe", sagte Zverev laut AFP. Der Deutsche war erst kurz zuvor vom Laver Cup in London angereist, den das Team Europe gewonnen hatte. Für die Umstellung auf Zeitzone und Bedingungen blieb also kaum Zeit.

In der zweiten Runde trifft Zverev auf den Chinesen Shang Juncheng. Der Wildcard-Starter, aktuell nur auf Rang 250 geführt, setzte sich in drei Sätzen gegen Sebastián Báez durch und wird das heimische Publikum hinter sich haben.

Das Jahr der Grand Slams

Zverev reist mit dem Selbstvertrauen der besten Saison seiner Karriere durch Asien. Nach seinem ersten Grand-Slam-Titel in Roland Garros gewann er im September auch die US Open, im Finale schlug er Ben Shelton in vier Sätzen. Damit ist er erst der vierte Mann der Geschichte, der seine ersten beiden Majors im selben Kalenderjahr gewonnen hat.

Sinner hingegen hat seit seinem Wimbledon-Sieg im Juli kein Match mehr bestritten. Der Italiener, Nummer eins der Weltrangliste, sagte für Peking wegen anhaltender Probleme am rechten Knie ab. Sein Knie sei noch nicht dort, wo er es haben wolle, erklärte er laut ATP. Weil Sinner in Peking 500 Punkte aus dem Vorjahr verliert, kann Zverev im Rennen um die Jahresendnummer eins Boden gutmachen.

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Djokovic als möglicher Viertelfinalgegner

Die größte Hürde könnte im Viertelfinale warten. Laut ATP-Auslosung steuern Zverev und Novak Djokovic auf ein direktes Duell zu. Der 39-jährige Serbe ist in Peking eine Macht: sechs Titel zwischen 2009 und 2015, inzwischen 30 Siege ohne Niederlage. Zum Auftakt schlug er am Mittwoch Nuno Borges mit 6:3, 7:6 (7:2), allerdings nicht ohne Sorgen. Djokovic ließ sich während der Partie an der rechten Schulter behandeln, es war sein erster Sieg seit Wimbledon. Bei den US Open war er in Runde eins an Mariano Navone gescheitert.

Im direkten Vergleich führt Djokovic mit 9:5, das bislang letzte Duell gewann er 2025 in Roland Garros. Zunächst aber muss der Serbe am Freitagabend Ortszeit gegen den chinesischen Wildcard-Spieler Bu Yunchaokete bestehen.

Wie offen das Feld ist, zeigten die ersten Runden: Karen Khachanov warf den an Position zwei gesetzten Félix Auger-Aliassime mit 6:3, 6:3 raus, und Roman Safiullin besiegte den an vier gesetzten Italiener Flavio Cobolli mit 6:3, 6:2. Alle Ergebnisse gibt es auf unserer Turnierseite zu Peking.

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