Zverev führt Peking-Feld an, Sinner fehlt verletzt
Nach dem Laver-Cup-Triumph reist Alexander Zverev als Topgesetzter nach Peking - Weltranglisten-Erster Jannik Sinner fehlt verletzt, Novak Djokovic kehrt zurück.

Zverev reist als Topgesetzter nach Peking
Nur einen Tag nach dem Laver-Cup-Triumph mit Team Europe steht für Alexander Zverev schon der nächste Meilenstein an: Beim China Open in Peking ist der Hamburger nun der höchstplatzierte Spieler im Feld. Möglich macht das der überraschende Ausfall von Weltranglisten-Erster Jannik Sinner, der wegen anhaltender Knieprobleme verzichten muss. Zverev selbst hatte beim Laver Cup in London mit einer starken Schlussphase maßgeblich zum sechsten Titelgewinn Europas beigetragen und reist nun mit Rückenwind ins ATP-500-Turnier.
Sinners Knie macht nicht mit
Sinner hat seit seinem Wimbledon-Titel im Juli kein Turnier mehr gespielt und ließ bereits die komplette nordamerikanische Hartplatzsaison inklusive US Open aus. "Mein Knie ist noch nicht dort, wo ich es haben möchte, und ich bin nicht bereit für den Wettkampf", erklärte der Italiener bei seiner Absage. Er verzichtet damit auf die Titelverteidigung: 2023 und 2025 hatte er in Peking jeweils gewonnen, zuletzt im Finale gegen den US-Amerikaner Learner Tien. In der Weltrangliste führt Sinner trotz der Pause mit rund 11.500 Punkten weiterhin vor Zverev, der bei 9.690 Zählern steht - der Vorsprung schmilzt aber mit jeder ausgelassenen Woche.
Djokovic wagt Comeback nach elf Jahren
Die Lücke, die Sinner hinterlässt, nutzt auch Novak Djokovic: Der Serbe tritt in Peking zum ersten Mal seit 2015 an und kehrt damit nach elf Jahren Pause an einen Ort zurück, an dem er bislang ungeschlagen ist - sechs Teilnahmen, sechs Titel. Nach seinem überraschenden Erstrunden-Aus bei den US Open gegen den Argentinier Mariano Navone war Djokovic auf Platz zwölf der Weltrangliste zurückgefallen; Peking ist sein erster Turnierstart seit dieser Niederlage. Die Qualifikation begann bereits am Montag, das Hauptfeld startet am 30. September, das Finale ist für den 6. Oktober terminiert.
Enges Rennen um die Weltranglistenpunkte
Für Zverev ist Sinners Fehlen auch rechnerisch eine Chance: Vor dem Turnierstart in Peking führte der Italiener mit rund 11.500 Punkten vor den 9.690 des Deutschen - ein Vorsprung, der durch jede verpasste Woche kleiner wird. Djokovic wiederum kann mit einem tiefen Lauf in Peking wichtige Punkte zurückgewinnen, die ihm nach dem frühen Aus in New York gefehlt haben.
Peking bildet den Abschluss einer dichten Asien-Reise, die zuletzt bereits die Endspiele von Chengdu, Hangzhou und Seoul sowie das laufende ATP-500-Turnier in Tokio hervorgebracht hat. Für Sinner ist es nach den US Open bereits die zweite große Turnierpause in Folge - wann und in welcher Verfassung der Weltranglisten-Erste zurückkehrt, bleibt vorerst offen.
Für deutsche Tennisfans macht das Zverevs Auftritt in Peking noch bedeutsamer: Als klare Nummer eins des Feldes trägt er nun auch die Erwartung, den Vorsprung auf Sinner in der Weltrangliste weiter zu verkürzen, während gleichzeitig ein alter Bekannter wie Djokovic zurückkehrt. Die Qualifikation läuft parallel zu den Endspielen in Chengdu und Hangzhou, sodass sich in dieser Woche gleich mehrere Erzählstränge der Asien-Saison überschneiden.
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