Zum Inhalt springen
ATP

Zverev fegt Shang vom Platz – jetzt wartet Djokovic in Peking

Nur 55 Minuten brauchte Alexander Zverev beim 6:0, 6:3 gegen Shang Juncheng. Im Viertelfinale wartet Novak Djokovic – in Peking seit 31 Matches ungeschlagen.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Rick Munroe / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Alexander Zverev hat in Peking kurzen Prozess gemacht. Der topgesetzte Hamburger schlug am Samstag Lokalmatador Shang Juncheng in nur 55 Minuten 6:0, 6:3 und steht im Viertelfinale der China Open. Dort wartet die wohl größte Herausforderung, die dieses Turnier zu bieten hat: Novak Djoković, der in Peking noch nie ein Match verloren hat.

Aufschlag-Gala gegen den Linkshänder

Gegen den 21-jährigen Chinesen ließ Zverev kaum etwas zu. Laut ATP schlug er neun Asse und verlor nur drei von 28 Punkten nach dem ersten Aufschlag. Der erste Satz war nach wenigen Minuten weg, im zweiten reichte ein Break. Gegen Linkshänder spielt der Deutsche ohnehin in seiner eigenen Liga: 48 seiner letzten 49 Matches gegen Lefties hat er gewonnen.

Mit dem Sieg steht Zverev bei 58:14 Siegen in dieser Saison, kein Spieler auf der Tour hat 2026 mehr Matches gewonnen. Es ist sein sechstes Viertelfinale in Peking. Und es ist die Fortsetzung eines historischen Jahres: Im Juni holte der Weltranglistenzweite in Roland Garros endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel, im September legte er bei den US Open mit einem Finalsieg gegen Ben Shelton nach. Im Rennen um die ATP Finals in Turin liegt er vorn.

Djoković ungeschlagen – aber angeschlagen?

Sein Gegner hatte am Freitag deutlich mehr Mühe. Djoković lag gegen den chinesischen Wildcard-Spieler Bu Yunchaokete, die Nummer 104 der Welt, nach einem Satz zurück und musste fast drei Stunden lang kämpfen. Erst ein klar gewonnener Tiebreak (7:2) drehte das Match, am Ende hieß es 4:6, 7:6, 6:2.

Damit steht der 39-Jährige bei 31:0 Siegen in Peking. Das entspricht Rafael Nadals legendärem Start in Roland Garros, der besten Siegesserie eines Mannes zu Beginn bei einem einzelnen Turnier in der Open Era. Es ist zudem Djokovićs siebtes Viertelfinale in Peking, Turnierrekord. Als ältester Viertelfinalist eines ATP-500-Turniers seit 2009 hat er Roger Federer (Basel 2019) abgelöst.

Doch die Bilder vom Freitag geben Anlass zur Sorge. Djoković ließ sich zum zweiten Mal in Folge auf dem Platz behandeln. Berichten zufolge ging es um Beschwerden im Bereich der Rippen, des Bauchs und der Hüfte, schon gegen Nuno Borges in Runde eins hatte er dort Hilfe gebraucht. Er räumte demnach ein, dass ihn körperliche Probleme einen Großteil der Saison begleitet hätten. Details nannte er nicht.

WTAAbschied in Tokio: Kei Nishikori beendet seine Karriere gegen Tiafoe

9:5 im Duell – aber die Zeiten haben sich geändert

In der Bilanz liegt Djoković mit 9:5 vorn. Doch dieser Zverev ist ein anderer als in vielen früheren Duellen: Mit zwei Major-Titeln im Gepäck und einem Aufschlag in dieser Form geht er als Favorit ins Viertelfinale. Djoković hat dafür einen kleinen Vorteil. Weil er schon am Freitag gespielt hat, hatte er einen Tag mehr Zeit zur Erholung.

Das Viertelfinale ist für Sonntag, den 4. Oktober, angesetzt. Halbfinals folgen am Montag, das Endspiel am Dienstag, 6. Oktober. Ebenfalls unter den letzten Acht steht Alex de Minaur, der Quentin Halys nach fast drei Stunden 3:6, 7:6, 7:5 bezwang.

Für Zverev geht es am Sonntag um mehr als ein Halbfinale. Ein Sieg würde Djokovićs Serie bei 31 beenden, genau bei Nadals Marke. Für Djoković wäre Sieg Nummer 32 ein neuer Rekord.

Nächste Story

Laver Cup: Zverev krönt Europa – Cobolli/Menšík machen den Weg frei

Alexander Zverev besiegt Learner Tien 7:6(3), 6:3 und sichert Team Europa den sechsten Laver-Cup-Titel. Kapitän Yannick Noah hebt den Pokal erstmals in die Höhe.

Team Europa ist zum sechsten Mal Laver-Cup-Sieger. Alexander Zverev besiegte Learner Tien am Sonntagabend in London 7:6(3), 6:3 und machte damit das Endresultat von 13:5 perfekt. Es war der Moment, auf den Kapitän Yannick Noah gewartet hatte: Der Franzose, der 1983 selbst Roland Garros gewonnen hatte, gewann damit…

Zur Story