Zverev übersteht Tiebreak-Krimi gegen Atmane und zieht ins Achtelfinale
Alexander Zverev setzt sich beim Cincinnati Masters gegen den Franzosen Terence Atmane mit 7–6, 7–6 durch. Atmane verliert nach dem Aus rund 44 Ranglistenplätze.

Einfach war es nicht — aber Alexander Zverev steht im Achtelfinale. Der Weltranglistenerste besiegte beim Cincinnati Masters 1000 den Franzosen Terence Atmane in zwei Tiebreaks mit 7–6(4), 7–6(6) und zog damit sicher in die Runde der letzten 16 ein. Besonders im zweiten Satz war Zverev gefordert, ehe er im Tiebreak die nötige Schärfe fand und den Punkt zur Stelle brachte.
Herber Absturz für Atmane
Für Terence Atmane bedeutet das frühe Ausscheiden mehr als nur eine Turnierniederlage. Der Franzose hatte Cincinnati im Vorjahr als Halbfinalist verlassen und damit wichtige Ranglistenpunkte angehäuft. Ihr Ablaufen in dieser Woche kostet ihn Berichten zufolge rund 44 Positionen — ein Rückfall von etwa Rang 45 auf ungefähr Platz 89 in der Weltrangliste. Das illustriert, wie gnadenlos der Punkt-Rhythmus auf der ATP-Tour sein kann: Wer hohe Punkte zu verteidigen hat, steht unter permanentem Zugzwang.
Zverev zeigte gegen den kämpferischen Franzosen genau das, was man von einem Topspieler erwarten darf: Er vermied Schwächephasen in den entscheidenden Momenten und verwertete seine Chancen im Tiebreak mit der notwendigen Coolness. Groß in Fahrt kam er dabei nie, doch solche kontrollierten Pflichtsiege gehören zu den Qualitäten, die Wochen wie diese überstehen lassen.
Zverev auf Kurs in Cincinnati
Mit dem Einzug ins Achtelfinale bleibt Zverev in der Erfolgsspur. Cincinnati gilt neben den Canadian Open als wichtigste Generalprobe vor dem US Open, das in zwei Wochen beginnt. Ein tiefer Lauf in Ohio würde dem Deutschen nicht nur wertvolle Punkte sichern, sondern auch das nötige Selbstvertrauen für das letzte Grand Slam des Jahres geben. Zverevs Aufschlagstärke und seine Fähigkeit, auch in engen Matches die Nerven zu behalten, sind auf dem Hartplatz besonders wertvoll.
Im Achtelfinale trifft Zverev auf den nächsten Gegner aus dem unteren Tableau-Teil. Ein Halbfinaleinzug ist bei stabiler Form eine realistische Perspektive.
Swiatek trotzt dem Satzverlust — acht Siege in Serie
Auch auf dem WTA-Tableau gab es am Montag viel zu berichten: Iga Swiatek musste gegen Maria Sakkari einen Satzrückstand hinnehmen (4–6), ehe sie die Partie mit 6–1, 6–1 souverän drehte. Die Polin gewann dabei zwölf der letzten vierzehn Spiele — ein deutliches Signal, wie gefährlich sie ist, wenn sie einmal ihren Rhythmus gefunden hat. Es war ihr achter Sieg in Folge.
Elena Rybakina setzte sich gegen Magdalena Frech mit 6–4, 7–6(2) durch, Jessica Pegula bezwang ihre Landsfrau Emma Navarro mit 7–5, 6–2, und Linda Noskova, die amtierende Wimbledon-Siegerin, behielt gegen Clara Tauson mit 7–6(3), 6–2 die Oberhand. Das Achtelfinale der Damen verspricht hochklassige Duelle.
Teenager des Turniers: Jódar beeindruckt
Am Montag stach auf dem Herrenfeld auch der 19-jährige Spanier Rafael Jódar heraus: Er schlug Alejandro Tabilo mit 6–2, 6–1 in nur 75 Minuten und ist damit nach Carlos Alcaraz und Ben Shelton erst der dritte Teenager dieses Jahrzehnts, der in Cincinnati das Achtelfinale erreicht. Mit 36 Saisonsiegen und Rang 11 der Weltrangliste ist Jódar die Story des Turniers.
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