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ATP

Zverev im US-Open-Finale – Shelton als historischer Gegner

Zverev bezwingt Khachanov 6-3, 7-6, 7-6 und steht in seinem zweiten Grand-Slam-Finale 2026. Gegner am Sonntag: Ben Shelton, der erste Black American Man im US-Open-Finale seit Arthur Ashe 1972.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Zverev bezwingt Khachanov souverän in zwei Tiebreaks

Alexander Zverev steht im Finale der US Open 2026. Der Weltranglistenerste bezwang am Freitagabend Karen Khachanov 6-3, 7-6, 7-6 und buchte damit sein zweites Grand-Slam-Finale des Jahres. Auf der anderen Seite des Netzes wartet am Sonntag Ben Shelton — ein Gegner, der mit seinem Halbfinalsieg schon vor dem ersten Ballwechsel des Endspiels Geschichte geschrieben hat.

Zverev startete gewohnt abgeklärt: Ein frühes Break im dritten Spiel des ersten Satzes genügte, um den Durchgang 6:3 zu gewinnen. Im zweiten und dritten Satz bot Khachanov mehr Gegenwehr als erwartet und zwang den Deutschen jeweils in den Tiebreak — doch Zverev behielt die Nerven und entschied beide Entscheidungsspiele für sich (7:5 und 7:6). Mit 14 Assen und keinem einzigen Breakpunkt gegen sich im gesamten Match unterstrich er, warum er in dieser Saison an den entscheidenden Stellen kaum zu schlagen ist.

Roland Garros plus Flushing Meadows: Das Double im Visier

Im Juni gewann Zverev in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel überhaupt — nach jahrelangen Endspielniederlagen eine Erlösung für den Hamburger. Im Roland-Garros-Finale bezwang er Flavio Cobolli in fünf Sätzen (6-1, 4-6, 6-4, 6-7, 6-1). Nun ist er drei Monate später auf Hartplatz wieder in einer Grand-Slam-Entscheidung. Gewinnt er am Sonntag auch in New York, wäre er der erste Spieler seit Roger Federer 2006, der Roland Garros und die US Open im gleichen Kalenderjahr holt. Die ATP Tour bestätigte zudem, dass Zverev mit seiner Finalqualifikation auf zwei verschiedenen Belägen zu einer verschwindend kleinen Spielergruppe gehört, der dieses Kunststück in einer einzigen Saison gelingt.

Shelton: Historischer Moment auf historischem Platz

Ben Shelton setzte sich im zweiten Halbfinale gegen Landsmann Frances Tiafoe 4-6, 6-3, 6-3, 7-5 durch. Shelton begann nervös, verlor den ersten Satz, stellte danach aber eindrucksvoll um: Sein Linkshänder-Aufschlag überschritt in Spitzen die 215-km/h-Marke, und mit wachsender Aggressivität von der Grundlinie gewann er elf der folgenden 14 Spiele in Serie.

Mit dem Finaleinzug ist Shelton der erste Black American Man in einem US-Open-Einzel-Finale seit Arthur Ashe 1972 — auf dem Platz, der nach genau dieser Legende benannt ist. Gewinnt er am Sonntag den Titel, wäre er der erste US-amerikanische Tennisprofi, der seit Andy Roddick 2003 an dieser Stelle einen Grand-Slam-Pokal in die Höhe hält. Eine Durststrecke von 23 Jahren würde enden.

Historisch: Zverev beendet 2026 als Nummer eins der Welt

Ausgangslage vor dem Finale am Sonntag

Zverev führt die Kopf-an-Kopf-Bilanz gegen Shelton mit 4:1 an — allerdings ohne direktes Duell bei einem Grand Slam. Der Weltranglistenerste geht als klarer Favorit in das Finale und kann mit einem Sieg eine der besten Saisonen der jüngeren ATP-Geschichte krönen. Shelton dagegen hat das Publikum, eine der stärksten Linkshand-Aufschlag-Waffen des Circuits und eine Geschichte, die er vollenden will. Das Finale der US Open 2026 findet am Sonntag, 13. September, in der Arthur Ashe Stadium statt.

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