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ATP

Zverev krönt Traumsaison: US-Open-Titel macht Doppel perfekt

Alexander Zverev schlägt Ben Shelton im US-Open-Finale und gewinnt seinen zweiten Grand-Slam-Titel 2026 – ein historisches Doppel nach Roland Garros, das nur drei Männern vor ihm gelang.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Rick Munroe / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Doppel-Champion: Zverev triumphiert bei den US Open 2026

Alexander Zverev hat die US Open 2026 gewonnen und damit die größte Tennissaison der deutschen Geschichte besiegelt. Im Finale auf dem Arthur Ashe Stadium in New York bezwang der 29-jährige Hamburger den Amerikaner Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2 und feierte seinen zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres – nach dem emotionalen Triumph bei den French Open im Juni gegen Flavio Cobolli.

Zverev trat in New York als Setzlistenerster an – das erste Mal in seiner Karriere bei einem Grand Slam –, nachdem Weltranglisten-Erster Jannik Sinner verletzungsbedingt fehlte. Er rechtfertigte diese Rolle eindrucksvoll, verlor auf dem Weg ins Finale nur einen Satz und zeigte im Endspiel phasenweise makelloses Tennis.

Die ersten beiden Sätze gehörten Zverev nahezu komplett. Er diktierte das Geschehen von der Grundlinie, hielt Shelton mit gezieltem Aufschlag und schweren Grundschlägen unter Druck und entschied den Tiebreak im zweiten Satz mit 7:2 – Shelton gewann dabei nur zwei Punkte. Der Amerikaner schlug im dritten Durchgang zurück: Angeheizt von einem brodelnden Arthur-Ashe-Publikum gewann er ihn mit 7:5. Doch Zverev ließ sich nicht erschüttern. Er brach Sheltons Aufschlag früh im vierten Satz und spielte ihn sicher mit 6:2 durch, bevor er nach dem Matchball auf dem Platz niederkniete.

Nur vier Männer der Open-Ära schafften dieses Doppel

Die historische Einordnung ist eindeutig: Zverev ist der vierte Spieler in der Open-Ära, der seine ersten beiden Grand-Slam-Titel im selben Kalenderjahr gewann. Vor ihm gelang das lediglich Jimmy Connors (1974), Guillermo Vilas (1977) und Jannik Sinner (2024). Zudem verzeichnete er in dieser Saison 25 Siege bei Grand-Slam-Turnieren – die siebthöchste Anzahl, die ein Spieler je in einem Kalenderjahr erreicht hat.

Für Deutschland ist diese Saison ohne historisches Beispiel. Zverev ist der erste deutsche Herr, der seit Boris Beckers Triumph bei den Australian Open 1996 einen Grand-Slam-Einzeltitel gewann – 30 Jahre Wartezeit. Sein French-Open-Sieg im Juni hatte bereits eine 89-jährige Pause für Deutschland bei den French Open beendet. Jetzt hält er die Trophäen von Roland Garros und Flushing Meadows in einem Kalenderjahr.

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Weltrangliste, Shelton und der Ausblick

Trotz des Titels bleibt Zverev Weltranglistenzweiter. Mit 9.690 Punkten beträgt sein Rückstand auf den verletzten Sinner an der Spitze 1.810 Punkte. Mit dem Asien-Swing und den ATP Finals in Turin im November folgen noch wichtige Wochen – das Rennen um die Jahresendzahl eins ist offen.

Shelton, 23, schrieb auf der anderen Seite Geschichte anderer Art: Er war der erste schwarze US-Amerikaner in einem Grand-Slam-Finale seit MaliVai Washington in Wimbledon 1996. Seine Niederlage verlängert die 23-jährige Durststrecke der Amerikaner bei den Herren-Slams – seit Andy Roddick 2003 hat kein US-Amerikaner mehr einen Major gewonnen – doch sein Niveau bei diesen US Open lässt ihn als ernsthaften Anwärter für die Zukunft erscheinen. Er verlässt New York auf Weltranglistenplatz vier.

Zverev wandte sich nach dem Matchball unter Tränen an sein Team: „Ich glaube, Gott hat gesehen, wie hart wir gearbeitet haben, wie viel wir gelitten haben, wie viel Schmerz wir durchgemacht haben – und ich glaube, 2026 ist das Ergebnis all der Jahre, die davor kamen." Mit Roland Garros und dem US Open in derselben Saison ist er bereits in die Geschichtsbücher des Sports eingegangen.

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