BJK Cup Shenzhen: Tschechien-GB, Spanien profitiert ohne Rybakina
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BJK Cup Shenzhen: Tschechien-GB, Spanien profitiert ohne Rybakina

Wimbledon-Gewinnerin Noskova führt Rekordchampion Tschechien gegen Großbritannien; Spanien trifft am Mittwoch auf ein Kasachstan ohne die verletzte US-Open-Siegerin Rybakina.

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Tennis Post Redaktion

2 min read · 21. September 2026

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Foto: Foto: Wikimedia Commons

Rekordchampion Tschechien als klarer Favorit gegen Großbritannien

Die Billie Jean King Cup Finals 2026 in Shenzhen beginnen am Dienstag mit einem Viertelfinale, das auf dem Papier kaum eindeutiger sein könnte: Rekordchampion Tschechien — elfmaliger Weltmeister — trifft auf Großbritannien. Linda Noskova, Wimbledon-Siegerin 2026 und eine der gefährlichsten Spielerinnen des Hard-Court-Circuits, führt das tschechische Aufgebot an. Neben ihr steht Karolina Muchova, deren Variabilität und Wettkampfstärke auf höchstem Niveau beständige Ergebnisse garantieren. Komplettiert wird der Kader von Katerina Siniakova — mit zwölf Grand-Slam-Titeln im Doppel die weltbeste Doppelspielerin ihrer Generation — sowie von Marie Bouzkova und Sara Bejlek.

Großbritannien setzt auf Katie Boulter als unbestrittene Leitfigur. Die Britin hat in der Saison 2026 Siege gegen Topspielerinnen gesammelt und ihre Fähigkeit zur Leistungssteigerung in Team-Formaten bewiesen. Sonay Kartal dürfte das zweite Einzel bestreiten; dahinter stehen Harriet Dart, Jodie Burrage und die junge Mika Stojsavljevic. Im Direktvergleich liegt Tschechien mit 4:3 vorn — das jüngste Aufeinandertreffen, ein 3:2-Sieg der Tschechinnen in der Qualifikationsrunde 2022, verdeutlicht die Kräfteverhältnisse. Großbritannien hat den BJK Cup noch nie gewonnen; ein Halbfinaleinzug in Shenzhen wäre eine historische Premiere.

Spaniens Glückslos: Rybakina fehlt Kasachstan

Das zweite noch offene Viertelfinale am Mittwoch bietet die brisanteste Vorgeschichte des Turniers. Elena Rybakina — Wimbledon-Siegerin 2022, US-Open-Gewinnerin 2026 und eine der weltbesten Spielerinnen — sagte ihre Teilnahme am 18. September verletzungsbedingt ab. Wie der kasachische Tennisverband mitteilte, leidet die 27-Jährige an einer Verletzung des linken Achillessehnenansatzes, die sie sich in Cincinnati zugezogen hatte. Berichten zufolge bestritt Rybakina den US-Open-Triumph unter Schmerzmedikamenten — der Körper verweigerte anschließend die Dienste. Sie selbst kommentierte die Situation mit den Worten: „Der letzte Monat war für meinen Körper sehr hart."

Ohne ihre Nummer eins muss Kasachstan auf Yulia Putintseva zurückgreifen, unterstützt von Sonja Zhiyenbayeva, Zhibek Kulambayeva und Doppelspezialistin Anna Danilina. Der Qualitätsverlust ist erheblich. Spanien reist mit Cristina Bucsa, Jessica Bouzas Maneiro, Kaitlin Quevedo, Sara Sorribes Tormo und Marina Bassols Ribera an. Bemerkenswert: Quevedo stand am heutigen Montag noch im WTA-Finale von São Paulo auf dem Court — in unter 48 Stunden muss sie nach Shenzhen reisen. 1998 gewann Spanien den Titel zuletzt; ein Sieg über das geschwächte Kasachstan am Mittwoch würde die Tür zum sechsten Weltmeistertitel weit aufstoßen.

Spielplan und Format

Jede Begegnung besteht aus zwei Einzeln und einem möglichen Doppel, alle im Best-of-Three-Tiebreak-Set-Format. Tschechien eröffnet die Finals am Dienstag, dem 22. September; die drei verbleibenden Viertelfinals folgen am Mittwoch, dem 23. September. Die Halbfinals sind für den 25. September angesetzt, Finale und kleines Finale für den 27. September. Siegt Tschechien, trifft es im Halbfinale wahrscheinlich auf Titelverteidiger Italien oder Gastgeber China — beide Optionen wären eine Prüfung von höchster Güte.

Für Großbritannien gilt dasselbe: Selbst ein Weiterkommen gegen Tschechien würde das Team noch nicht ins Finale bringen. Aber ein Sieg über die elfmaligen Weltmeister wäre das Ergebnis, das britischem Damen-Tennis den lang ersehnten Durchbruch auf der größten Bühne bescheren könnte. Boulter weiß, was auf dem Spiel steht — und sie hat in dieser Saison gezeigt, dass sie in entscheidenden Momenten liefern kann.

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