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ATP

Hanfmann im Viertelfinale – Struff scheitert in Kitzbühel an Navone

Yannick Hanfmann kämpft sich in die Kitzbüheler Runde der letzten Acht, während Jan-Lennard Struff kurz nach seinem Wimbledon-Viertelfinale gegen Mariano Navone die Stiegen hinuntergeht.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: si.robi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Beim Generali Open Kitzbühel gehen die Deutschen am Mittwoch mit gemischten Gefühlen aus dem Achtelfinale: Yannick Hanfmann zieht als einziger Deutscher ins Viertelfinale ein, während Jan-Lennard Struff seine Partie gegen den Argentinier Mariano Navone verliert und das Turnier vorzeitig verlässt.

Hanfmann liefert starken Auftritt gegen Trungelliti

Hanfmann bewies auf dem Tiroler Sand die nötige Substanz, um den Argentinier Marco Trungelliti mit 6:4, 7:6 zu bezwingen. Im ersten Durchgang baute der Karlsruher früh eine Führung auf und ließ diese nicht mehr los. Der zweite Satz wurde deutlich intensiver: Trungelliti, der zuvor durch einen beeindruckenden Sieg über Juan Manuel Cerundolo auf sich aufmerksam gemacht hatte, kämpfte bis zum Tiebreak. Doch Hanfmann behielt die Nerven und sicherte sich den entscheidenden Satz.

Für den 35-jährigen ist es eines der besten Ergebnisse seiner laufenden Sandsaison und ein Beweis, dass er auf diesem Untergrund nach wie vor mithalten kann, wenn er seinen aggressiven Grundlinien-Stil konsequent durchzieht. Im Viertelfinale am Donnerstag erwartet ihn ein weiterer Gegner, der auf dem Weg hierher ebenfalls starke Nerven bewiesen hat. Für Hanfmann ist das ein weiterer Test seiner Konstanz auf rotem Untergrund — und zugleich die Chance auf das bislang größte Ergebnis des Jahres.

Struff nach Wimbledon-Coup in Kitzbühel gestoppt

Anders verlief der Tag für Jan-Lennard Struff. Der Warsteiner hatte erst Anfang Juli mit seinem Einzug ins Wimbledon-Viertelfinale für Aufsehen gesorgt — auf Rasen eine seiner besten Leistungen der Karriere. Die Umstellung auf Sand verlief jedoch holprig. Auf Kitzbühels rotem Untergrund konnte er den Schwung vom All England Club nicht mitnehmen, und Navone, einer der konstantesten Sandplatzspieler Argentiniens, ließ Struff kaum die Chance, sein Spiel zu entfalten. Der Deutsche setzte sich zwar in den Ballwechseln, fand aber nicht die Länge und den Winkel, um den Rivalen wirklich unter Druck zu setzen.

Struff war in der ersten Runde noch souverän gegen den Kasachen Aleksandr Shevchenko gestartet — ein Sieg, der ihm durchaus Selbstvertrauen gegeben haben dürfte. Doch Navone ist ein anderes Kaliber: Der Argentinier, der keine gesetzten Spieler scheut und in den letzten Monaten kontinuierlich gereift ist, zeigte genau die Mischung aus Geduld, Tiefe und Aggressivität, die auf langsamen Sandplätzen über Sieg und Niederlage entscheidet. Struff fand nie wirklich seinen Rhythmus und musste früh die Segel streichen.

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Das große Bild: Drei Argentinier im Viertelfinale

Hanfmanns Einzug ins Viertelfinale erfolgt vor einem ungewöhnlichen Hintergrund: Er teilt sich die Runde der letzten Acht mit gleich drei argentinischen Spielern — Navone, Sebastián Báez und Tomás Martín Etcheverry. Báez besiegte den gesetzten Franzosen Arthur Rinderknech (Nr. 3) in drei Sätzen mit 7:6, 2:6, 6:4, Etcheverry dominierte den Österreicher Jurij Rodionov mit 6:2, 7:6.

Auch die Nummer zwei des Turniers, der Franzose Valentin Vacherot, ist ausgeschieden — bezwungen von seinem Landsmann Quentin Halys 6:3, 6:4. Das Viertelfinale am Donnerstag steht damit ganz im Zeichen offener Chancen. Für Hanfmann bedeutet das: Wer in Kitzbühel Titel träumen will, muss auf Sand an seine Grenzen gehen — und der Karlsruher hat gezeigt, dass er dazu bereit ist.

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