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WTA

Elf Absagen in Wuhan: Tagger und Korpatsch profitieren

Rybakina, Titelverteidigerin Gauff, Osaka und acht weitere Spielerinnen sagen für Wuhan ab. Lilli Tagger und Tamara Korpatsch rücken ins Hauptfeld, Sabalenka ist die Topfavoritin.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Karney Hatch / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Elf Absagen vor dem letzten 1000er

Das letzte WTA-1000-Turnier der Saison beginnt am Montag mit deutlich weniger Stars als geplant. Für die Wuhan Open vom 12. bis 18. Oktober haben elf Spielerinnen abgesagt. Darunter sind die Weltranglistenerste Elena Rybakina, Titelverteidigerin Coco Gauff und Naomi Osaka. Laut Tennis365 fehlen außerdem Amanda Anisimova, Victoria Mboko, Madison Keys, Emma Navarro und Anastasia Potapova. Auch Hailey Baptiste, Barbora Krejčíková und Karolína Plíšková haben zurückgezogen.

Tagger und Korpatsch rücken ins Hauptfeld

Für den deutschsprachigen Raum hat die Absagenwelle eine gute Seite. Die Österreicherin Lilli Tagger rückt für Madison Keys ins Hauptfeld, die Deutsche Tamara Korpatsch übernimmt den Platz von Emma Navarro. Beide stehen damit im 56er-Feld eines Turniers, bei dem die Siegerin 1000 Weltranglistenpunkte und 665.000 US-Dollar bekommt. Insgesamt werden 4.088.211 US-Dollar ausgeschüttet.

Ebenfalls nachgerückt sind unter anderem Liudmila Samsonova für Rybakina, Kimberly Birrell für Gauff und Katie Boulter für Osaka. Auch Lokalmatadorin Zheng Qinwen ist dabei. Die Wuhan-Finalistin von 2024 übernimmt den Platz von Krejčíková und spielt heute im Viertelfinale von Peking gegen Elina Svitolina.

Gauff: „Mein Körper braucht Ruhe“

Gauff hatte ihre Absage am 7. Oktober verkündet, am Tag ihrer 3:6, 3:6-Niederlage gegen Elise Mertens im Achtelfinale von Peking. Es war Mertens' erster Sieg im sechsten Duell mit der US-Amerikanerin. Gauff kam auf 34 unerzwungene Fehler, darunter acht Doppelfehler. Im zweiten Satz sagte sie ihrem Team, sie habe keine Energie mehr und sei einer Ohnmacht nahe. „Nach einem langen Jahr braucht mein Körper etwas Zeit, um sich auszuruhen und zu erholen“, erklärte sie danach.

In der Weltrangliste wird das wehtun. Gauff hatte das Finale 2025 gegen Jessica Pegula mit 6:4, 7:5 gewonnen und verliert nun die 1000 Punkte für den Titel. Auch abseits des Platzes war ihre Woche in Peking belastend: Nach einer umstrittenen Behinderungsentscheidung in ihrem Zweitrundensieg gegen die 16-jährige Sun Xinran erhielt sie rassistische Nachrichten.

WTAWuhan: Sabalenka scheitert am zehnten Matchball, auch Pegula raus

Rybakina gab ihren Verzicht bereits am 4. Oktober bekannt. Die Kasachin hatte in Peking in der zweiten Runde in drei Sätzen gegen die Weltranglisten-118. Alina Charaeva verloren und kämpft seit Monaten mit Problemen am Unterschenkel und am Fuß. Für die WTA Finals ist die US-Open-Siegerin bereits qualifiziert, als erste Einzelspielerin dieser Saison sicherte sie sich ihr Ticket schon in Indian Wells.

Osaka begründete ihren Rückzug nach dem Aus gegen Karolína Muchová privat: „Ich fliege nach Hause, um meine wunderbare Tochter zu sehen und zum ersten Mal seit Jahren meinen Geburtstag mit meiner Familie zu verbringen.“

Sabalenka jagt den vierten Titel

Durch die vielen Absagen ist Aryna Sabalenka nun die bestplatzierte Spielerin im Feld. Die Belarussin hat das Turnier bereits dreimal gewonnen und spielt in Wuhan um ihren vierten Titel. Ihre Form ist allerdings fraglich, denn in Peking verlor sie in der dritten Runde glatt in zwei Sätzen gegen Nikola Bartůňková. Die Finalistin des Vorjahres, Jessica Pegula, ist ebenfalls gemeldet. Das Einzelfinale ist für den 18. Oktober angesetzt.

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