Zverev scheitert in Cincinnati — Paul dreht Regen-Thriller
Alexander Zverev verliert als Topgesetzter gegen Tommy Paul 6:4, 6:7 (8:6), 4:6 — nach 90-minütiger Regenunterbrechung und vergabenem Matchball.

Regen, ein vergabener Matchball — und ein deutsches Aus
Alexander Zverev ist beim Cincinnati Open ausgeschieden. Der topgesetzte Weltranglistenzweite verlor am Mittwochabend gegen den Amerikaner Tommy Paul mit 6:4, 6:7 (6:8), 4:6 — nach 90-minütiger Regenunterbrechung, einem vergabenen Matchball im Tiebreak und einem verpatzten Führungsmoment im dritten Satz. Für Zverev, der als klarer Favorit auf den Titel in Ohio gehandelt wurde, ist es eine bittere Niederlage im Achtelfinale.
Der Hamburger hatte den ersten Satz mit 6:4 klar gewonnen und schien auf dem Weg zu einem komfortablen Sieg. Im zweiten Satz änderte sich das Bild abrupt — zunächst durch den Regen, dann durch einen Fehler, der die Geschichte des Matches endgültig kippen sollte.
90 Minuten Pause — und Paul kehrt verwandelt zurück
Als Zverev beim Stand von 4:3 im zweiten Satz aufschlug, mussten die Spieler wegen eines Gewitters die Anlage verlassen. Die Pause dauerte 90 Minuten. Als der Texaner Paul auf den Platz zurückkehrte, war er ein anderer Spieler: befreiter, aggressiver und im Tiebreak schlicht besser. Zverev führte im Tiebreak mit 6:5 und hatte einen Matchball — eine Volley-Fehlentscheidung ins Netz kostete ihn den Punkt und die Kontrolle über das Match. Paul gewann den Tiebreak mit 8:6, egalisierte auf 1:1 Sätze und schöpfte neues Selbstvertrauen.
Es war Pauls dritter Sieg über Zverev in den letzten vier Duellen der beiden. Die Statistik zeigt, dass der Amerikaner weiß, wie er den Deutschen zu schlagen hat — und diese Woche hat er es einmal mehr bewiesen.
Zverev führt 4:2 im dritten Satz — und verliert dennoch
Im entscheidenden Durchgang versuchte Zverev das Heft wieder in die Hand zu nehmen. Er brach den Aufschlag von Paul und führte mit 4:2 — ein klares Signal, dass er noch im Match war. Doch Paul antwortete im nächsten Spiel mit einem Rebreak zum 3:4, dann erarbeitete er sich eine weitere Breakchance und verwandelte sie zur 5:4-Führung. Paul servierte anschließend souverän zum Matchgewinn durch. Gesamtdauer: rund zwei Stunden und 50 Minuten, Regenunterbrechung eingerechnet.
Für Zverev bedeutet das Ausscheiden im Achtelfinale, dass er Cincinnati ohne Punkte in der Spitzenrunde verlässt. Der Titelverteidiger der French Open hatte sich in Ohio als Hauptfavorit präsentiert, ohne in früheren Runden einen Satz abzugeben — umso überraschender das vorzeitige Ende gegen den Weltranglisten-18.
Drei US-Spieler im Viertelfinale — das Tableau ist offen
Paul war nicht der einzige Amerikaner, der am Mittwoch lieferte. Frances Tiafoe schlug den an zwei gesetzten Kanadier Félix Auger-Aliassime 6:3, 6:4 überlegen, und Taylor Fritz bezwang Christopher O'Connell 6:4, 6:3 und steht damit erstmals seit 2023 wieder im Viertelfinale von Cincinnati. Mit Zverev und Daniil Medvedev — der bereits in der vorherigen Runde ausgeschieden war — haben beide Topgesetzten das Achtelfinale nicht überlebt. Das Tableau ist weit offen.
Im Viertelfinale trifft Paul auf den Italiener Flavio Cobolli, der sich gegen den 19-jährigen Spanier Rafael Jódar 4:6, 7:6 (3), 6:3 durchsetzte. Es war Cobollis dritter Dreisatzerfolg in Cincinnati in Folge — und sein erster Masters-1000-Viertelfinale auf Hartplatz. Die Viertelfinalpartien im Cincinnati Open beginnen am Donnerstag.
Korrigiert am 4.10.2026: Ergebnis berichtigt.
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