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ATP

Djokovic dreht Krimi gegen Bu: 31:0 in Peking – wie Nadal in Paris

Satzrückstand, Behandlungspause, volle Arena gegen ihn: Novak Djokovic schlägt Lokalmatador Bu Yunchaokete und bleibt in Peking unbesiegt. Im Viertelfinale droht Zverev.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: François GOGLINS / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Satzrückstand, Behandlung, Wende

In Peking verliert Novak Djokovic einfach nicht – auch dann nicht, wenn eigentlich alles gegen ihn läuft. Der an Position sechs gesetzte Serbe lag am Freitag gegen den chinesischen Wildcard-Spieler Bu Yunchaokete einen Satz zurück, ließ im zweiten Durchgang einen Breakvorsprung liegen und musste sich auf dem Platz behandeln lassen. Am Ende stand trotzdem ein 4:6, 7:6 (2), 6:2 nach knapp drei Stunden – und der Einzug ins Viertelfinale der China Open.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, ließ sich Djokovic offenbar im Bereich der Rippen behandeln – an derselben Stelle, an der er bereits in seinem Auftaktmatch am Mittwoch eine medizinische Auszeit genommen hatte. Auswirkungen waren danach kaum zu sehen: Den Tiebreak dominierte er mit 7:2, im dritten Satz nahm er Bu zweimal den Aufschlag ab und zog auf 4:0 davon. Laut Tennis Majors gewann seine Vorhand nach dem Tiebreak spürbar an Konstanz und Länge.

„Die Atmosphäre war unglaublich. Wieder ein volles Stadion, drei Stunden lang – was für ein Match, bei dem man dabei sein durfte", sagte Djokovic nach dem Spiel.

31:0 – Gleichstand mit Nadals Paris-Serie

Mit dem Sieg steht Djokovic in Peking nun bei 31 Siegen ohne Niederlage. Damit egalisiert er Rafael Nadals Startserie bei den French Open, wo der Spanier seine ersten 31 Partien gewann, ehe er 2009 an Robin Söderling scheiterte. Es ist die beste Auftaktserie eines Mannes bei einem einzelnen Turnier in der Open Era.

Sechsmal hat Djokovic die China Open bereits gewonnen – Rekord –, der letzte Titel liegt allerdings bis 2015 zurück. Weitere Bestmarken kamen am Freitag hinzu: Es war sein siebtes Viertelfinale in Peking, ebenfalls Turnierrekord, und das 228. Viertelfinale seiner Karriere. Mit 39 Jahren ist er zudem der älteste Viertelfinalist bei einem ATP-500-Turnier seit 2009 und löste in dieser Statistik Roger Federer ab.

Schon zum Auftakt hatte er gegen Nuno Borges mit 6:3, 7:6 (2) gewonnen – ebenfalls mit Behandlungspause. Wie belastbar der Körper in den kommenden Tagen ist, dürfte die entscheidende Frage für den Serben sein.

Zverev als möglicher Viertelfinalgegner

Aus deutscher Sicht wird es jetzt besonders spannend: Am Sonntag trifft Djokovic im Viertelfinale entweder auf den topgesetzten Alexander Zverev oder auf Lokalmatador Shang Juncheng, der wie Bu mit einer Wildcard im Feld steht. Die beiden spielen am Samstag gegeneinander – Djokovic hat damit rund 24 Stunden mehr Erholung als sein kommender Gegner.

Zverev verliert Peking-Krimi gegen Djokovic – 32:0 und Rekord

Zverev hatte zum Auftakt den Briten Cameron Norrie mit 7:6 (1), 6:4 bezwungen. Shang setzte sich in drei Sätzen mit 5:7, 6:3, 7:5 gegen den Argentinier Sebastián Báez durch und dürfte erneut ein volles Stadion hinter sich haben – genau das, was Djokovic gegen Bu erlebt hat.

Ebenfalls unter den letzten acht stehen Hubert Hurkacz und Karen Khachanov. Hurkacz rang den französischen Qualifikanten Arthur Gea mit 7:6 (5), 6:7 (5), 6:2 nieder, Khachanov gewann laut ATP gegen den Slowaken Alex Molčan mit 7:5, 6:3.

Für Djokovic sind es noch drei Siege bis zum siebten Titel in Peking – elf Jahre nach dem letzten. Ein Duell mit Zverev am Sonntag wäre der bislang härteste Test seiner makellosen Bilanz.

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