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ATP

Djokovic nimmt Wildcard für Basel an – Jagd auf Turin und Federer

Erstmals seit 2011 spielt Djokovic die Swiss Indoors. Im Race nach Turin ist er Elfter, ein Titel wäre sein 103. wie bei Federer.

Tennis Post Redaktion··2 Min. Lesezeit
Foto: Andymiah / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Comeback in Basel nach 15 Jahren

Die Swiss Indoors bekommen einen prominenten Nachzügler. Novak Djokovic hat am Freitag eine Wildcard für das ATP-500-Turnier in Basel angenommen, das vom 26. Oktober bis 1. November in der St. Jakobshalle gespielt wird. Für den 39-Jährigen ist es der erste Auftritt am Rheinknie seit 2011. Die ATP verkündete die Zusage auf X mit den Worten „17 years on ...“. Das ist eine Anspielung auf 2009, als Djokovic im Basler Finale ausgerechnet Lokalmatador Roger Federer besiegte.

Möglich wird der Abstecher durch eine Verschiebung im Kalender. Der Six Kings Slam, das lukrative Showturnier in Saudi-Arabien, wurde nach tödlichen Angriffen auf den internationalen Flughafen von Riad auf Ende Dezember verlegt. Damit sind bei mehreren Stars Termine frei geworden. Carlos Alcaraz hat sich bereits per Wildcard für Wien entschieden, wo in derselben Woche gespielt wird. Djokovic wählt die Schweiz.

Turin im Visier, Federers Marke im Blick

Hinter der Entscheidung stehen zwei Ziele. Das erste sind die ATP Finals. Laut Reuters liegt Djokovic im Live-Race nach Turin auf Platz elf und muss die Saison unter den besten neun beenden, um zum 17. Mal beim Saisonfinale dabei zu sein. Platz neun reicht diesmal, weil die Nummer eins Jannik Sinner wegen anhaltender Kniebeschwerden für den Rest des Jahres ausfällt. Mit 500 Punkten für den Sieger bietet Basel vor dem Masters in Paris eine große Chance, Boden gutzumachen.

Das zweite Ziel ist ein Rekord. Djokovic steht bei 102 Turniersiegen auf der Tour. Ein Titel in Basel würde ihn mit Federer gleichziehen lassen, der 103 Titel gewann. Mehr hat in der Open Era nur Jimmy Connors mit 109. Die Pointe liegt auf der Hand: Federer gewann sein Heimturnier zehnmal, und seinen 103. und letzten Titel holte er 2019 genau dort.

Licht und Schatten in Asien

Die Form ist schwerer einzuschätzen als die Motivation. Anfang Oktober gewann Djokovic in Peking zum siebten Mal die China Open, ein Rekord. Kurz darauf verlor er beim Masters in Shanghai, das er viermal gewonnen hat, schon in der zweiten Runde gegen Hubert Hurkacz. Diese Niederlage kostete ihn im Race wertvolle Plätze und gab laut Reuters den Ausschlag für den späten Start in Basel.

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Leicht wird es in der Schweiz nicht. Für das Turnier gemeldet sind unter anderem Taylor Fritz, Ben Shelton und Félix Auger-Aliassime. Hinter dem Kanadier steht allerdings ein Fragezeichen: Er gab in Shanghai mit Knieproblemen auf und sagte anschließend für Brüssel ab.

Bevor es in die Hallensaison geht, verschiebt sich das Race schon an diesem Wochenende. In Shanghai stehen am Samstag die Halbfinals an. Alexander Zverev trifft auf Alejandro Davidovich Fokina, Daniil Medvedev auf den 20-jährigen Spanier Rafael Jódar. Für alle, die noch um die letzten Turin-Plätze kämpfen, zählt dort jeder Punkt. Djokovics eigene Aufholjagd beginnt in der Woche ab dem 26. Oktober.

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